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Entwicklung PDF Drucken E-Mail
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 23. Oktober 2009 )
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 23-10-2009 16:54

Ich habe mir ja vorgenommen, mich jetzt wieder regelmäßig um meine Webseite(n) zu kümmern, zugegeben - Schande über mein Haupt! 

Ich wollte Euch einen Einblick und Überblick über meine Entwicklung geben:

Taiji spielt nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle im Moment. Es kann und wird auch noch einen Moment dauern, bis sich das ändert. 

Ende letzten Monats endete ein freiberufliches Projekt ganz abrupt. Diese Woche hat eine ehemalige Kollegin mich in Ihrer Firma empfohle und es ist ein riesen Auftrag daraus entstanden. Damit ist mein Jahresauskommen gesichert, und wenn es gut läuft, und ich verhindere in meine ganz persönlichen Muster zu verfallen, die es mir schwierig machen, mich in manchen Organisationen zu halten, dann ist so das erste Quartal auch save.

Warum ist das wichtig? Weil es mir Sicherheit gibt. Sicherheit überleben zu können. Sicherheit, dass mein Vorhaben funktionert. Die Selbstzweifel waren und sind immer noch ein Thema - insofern ist es wichtig.

Mit etwas Glück habe ich bis Ende des Jahres meine finanzielle Situation nicht nur aus dem roten Bereich geführt, sondern kann dann auch kleine Reserven angelegt. 

Wo liegt jetzt noch eine Verbindung zum Taiji?

Wiederum zugegeben, ich muss eine wirklich weite Brücke schlagen, aber ich lade Euch ein mir zu folgen :-)

Im wesentlichen geht es um Struktur und wie immer im Taiji - ums LOSLASSEN!

Im Moment helfen mir die Kinder meine Freundin, von mir selbst loszulassen, und mich um sie zu kümmern. Auf einmal stehe ich, und meine Probleme nicht mehr im Vordergrund, sondern die Kinder. Besonders die kleine Emma, mit Ihren 4 Jahren, hat eine Präsenz, eine fordernde Kraft, die mich oft nur fasziniert staunen läßt.

Die Kleine ist so etwas von präsent, so etwas vom im Fluß, das ist wirklich spannend Ihr zu begegnen und sie zu beim Erobern der Welt um sie herum zu beobachten.

Loslassen gilt es auch von alten Mustern und von Ängsten, die in jedem Fall deplaziert und in manchen Fällen nur noch Überbleibsel aus einer anderen Zeit sind. Manche sind aber noch ganz und gar in mir verankert und es bedarf einiger Anstrengung, mit Ihnen positiv umzugehen.

Zudem übertrage ich gerade die Struktur von mir auf andere. Wie wirke ich effektiv? Welche Wirkung habe ich auf andere?

Spannend ist, dass ich auf der Zukunft Personal, der größten Personalmesse in Deutschland, einen Trainer gesehen habe, der mit Push-Hands Übungen Rhetorik erklärt hat. Sehr spannend und ein Anreiz in dieser Richtung tätig zu werden. 

Wie der gute Jürgen aber sagt: Zunächst muß ich selbst in meine Struktur finden.

Das ist natürlich nicht ganz einfach, denn erstens kämpfe ich gegen ein verdammt mächtiges Muster an, zum anderen habe ich mal wieder Nebenkriegsschauplätze aufgemacht. Beziehung NEU, Kinder NEU, Selbstständigkeit NEU, Wohnort NEU.

Naja, aber anders würde mir wohl langweilig werden ;-)

Wesentlich ist, dass ich mich in der Transaktionsanalyse gefunden habe. Es ist ein ähnliches Gefühl, wie mit dem Taekwondo vor ca. 17 Jahren und dem Taiji vor ca. 6 Jahren. Ich glaube, ich habe etwas gefunden, das mich eine lange Zeit tragen kann und ich spüre instinktiv, dass hier Aufgaben auf mich warten, Möglichkeiten zum Wachstum und Herausforderungen, denen ich mich gerne stelle.

Jürgen hat mir neulich die Augen ein Stück weit geöffnet. Was mich zurückhält mit dem Taiji ist nichts als Eitel. Eitel und überzogene Erwartungen. Vielleicht auch getrieben durch das kindliche Verlangen nach Anerkennung, Aufmerksamkeit und Zuneigung.

Nun, als eitler Gockel enttarnt, stehe ich nun da mit meinem überzogenen Anspruch und muß wohl wirklich ganz kleine Brötchen backen. Im Moment fällt mir das aber wirklich schwer - so vieles ist im Umbruch! - schön oder? Gibt es nicht immer wunderbare Gründe sich gerade jetzt, sondern erst morgen (also niemals) zu ändern? Als Coach stelle ich mir die Frage: Welchen kleinen Schritt werde ich noch heute gehen?

Gilbert fühlt sich ein Stück weit angekommen. Nicht am Ziel, aber auf dem richtigem Weg.

 

 

 

 

 

 

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Selbst und Ständig! PDF Drucken E-Mail
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 14-10-2009 03:43

Warum ich so wenig schreibe? Weil ich so wenig Taiji mache!

Kurz und bündig. Schmerzhaft und ungeschönt!

Was ich sonst so mache?

Hey! Es gibt auch ein Leben außerhalb des Tempelparks!

Nun, ich habe mich selbstständig gemacht! Wenn jemand mir vor zwei Jahren das gesagt hätte, ich hätte ihn für komplett verrückt erklärt. Jetzt ist es aber so, es überrascht mich noch immer selbst am meisten!

Was ich da mache?

Einfach:

Ich bringe anderen Menschen bei, wie sie erfolgreicher kommunizieren, wie sie miteinander in Dialog kommen - anstatt sich Monologe zu liefern! In den meisten Fällen geht es um Kundendialoge. Sprich Kommunikation im Geschäftsalltag, ob am Telefon oder face2face.

Außerdem: Krisenerprobt wie ich bin, helfe ich jetzt auch anderen Menschen durch Krisen! Ich habe mich ja zum Business Coach ausbilden lassen und bin immer noch fleißig in der Transaktionsanalyse - ab kommenden Wochenende in zwei Jahresausbildungen parallel.

 

Und da wir gerade bei der Krise sind:

Nein - überstanden ist die aktuelle Krise noch nicht - aber die Talsohle ist durchschritten, ein neuer Tag bricht an und die Sonne schickt die ersten Sonnenstrahlen über die Bergspitze.

In einer Mischung aus Zwangsoptimismus und echter, neuer Kraft freue ich mich optimistisch über eine im Grunde ziemlich gute Wetterlage!

Ich werde mich bemühen in Zukunft wieder etwas mehr beizusteuern!

 

 

 

 

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Vom Loslassen, Zulassen, Ängsten und anderen Ungeheuern PDF Drucken E-Mail
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 02-07-2009 23:01


In den letzten Monaten passiert es ja nicht oft, dass ich schreibe.

Heute wird es wohl ein wenig mehr. Zum Ausgleich.

Es ist geradezu perphide paradox, dass ich das, was mir gut tut, nicht tun darf.

Und zwar genau dann nicht, wenn ich es am Meisten brauche!

Grausam, welche Mechanismen ich in meinem Leben angehäuft habe. In den letzten 10 Monaten hätte ich hunderte Stunden Taiji trainieren können. Tatsächlich waren es nur 20- 30 Stunden, die ich effektiv alleine trainiert habe.

Ich habe es mir nicht erlaubt.

Weil solange ich mein Leben nicht im Griff habe, darf ich auch keinen Spass daran haben. Und damit das stimmt, darf ich natürlich auf keinen Fall etwas tun, dass dazu führt, dass ich mein Leben in den Griff kriege. 

Somit darf ich sein. Somit habe ich die Existenzberechtigung.

Existiere nicht! Sei nicht du selbst! Das sind die Botschaften, die Programme, die im Hintergrund laufen... Viel Tiefer geht es nicht mehr.... deshalb sind sie auch so schwer zu lösen.

Heute konnte ich einen weiteren Schritt tun, diesen Glaubenssatz zu brechen. Danke Dir Jürgen, dass Du mich dabei begleitet hast.

Ich darf nicht dort sein, wo es mir gut geht, ich darf nicht das tun, was mir gut tut und ich darf nicht sein, der ich bin oder sein will... 

Warum eigentlich nicht, haben sich manche wohl schon in den ersten 2-3 Zeilen gefragt? Wer sagt das eigentlich?

Das ist die entscheidende Frage!
Und was passiert, wenn ich es doch tue?
Vor was habe ich Angst?
Vor was will ich mich beschützen?
Was will ich erhalten und was verhindern?

Glaubenssätze bauen nicht auf der Logik und schon gar nicht auf der Realität auf. Sie bauen auf Vorstellungen, Erwartungen und Vermutungen auf. Auf unüberprüften, nicht in frage gestellten Entscheidungen aus der Vergangenheit. Das gibt Ihnen die Macht...


Im stillen danke ich vor allem Silvia und Peter.Danke!


Dankbarkeit ist für mich der Kern, der übrig bleibt, wenn Entwicklung gelingt. Dankbarkeit denen gegenüber, die einen dabei begleitet und angeleitet haben. Dankbarkeit dem Leben gegenüber, eine weitere Chance zur Entfaltung bekommen zuhaben. Dankbarkeit darüber, es geschafft zu haben. Dankbar, es weiter geben zu dürfen. Dankbarkeit zu sein.









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Achtsamkeit PDF Drucken E-Mail
Letzte Aktualisierung ( Montag, 15. Dezember 2008 )
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 15-12-2008 23:06


Am Wochenende hatte ich das Vergnügen Volker Kalmbacher kennenzulernen. Er ist NLP-Trainer und vor allem Hakomi-Therapeut (mit Heilpraktiker-Zulassung).

Er hat zwei Tage lange eine Einführung in Achtsamkeit und Selbstführung gehalten, im Rahmen meiner Aubsildung zum Business Coach (IHK).

Volker hat es verstanden, schon in den ersten fünf Minuten, unsere Gruppe auf seine sanfte Art und Weise auf den Weg zu mehr Achtsamkeit zu führen. Alleine durch seine gewaltfreie, sanfte Präsenz demonstrierte er Achtsamkeit und diese übertrug sich schnell in Form einer tiefen Ruhe und Entschleunigung auf die Gruppe. Ich persönlich habe bisher nur Großmeister Chen Xiaowang und Meister Gerhard Milbrat so auf eine Gruppe wirken sehen.

Seine Anleitung zur gewaltfreien Interaktion fügt sich somit nahtlos ein in die Ausbildung in gewaltfreier Kommunikation mit Silvia Richter-Kaupp, im Rahmen der IHK Fortbildung.

Ich möchte auf Achtsamkeit im Taiji eingehen.

Ohne Intention sein.

"Der Gegner bewegt sich nicht , ich bewege mich nicht.

Der Gegner bewegt sich, ich bin schon da! "

 

Ich nehme den eigenen Körper wahr, ohne in der Wahrnehmung zu versinken. Ich spüre den Gegenüber, ohne mich beindrucken zu lassen. Ich bin konzentriert, ohne mich auf einen bestimmten Fokus zu beschränken. Ich nehme meine Emotionen und Gedanken wahr, ohne mich von ihnen (ver)leiten zu lassen.

Für mein Taiji-Training bedeutet das für mich, immer mehr dazu zu kommen Verspannungen wahrzunehmen, ohne mich in Korrekturen zu verlieren. Immer mehr zur Ruhe kommen. Das ergänzt sich sehr schön mit den Ansätzen von Gerhard Milbrat im Sommercamp.

Insofern schließt sich ein Kreis - und ich fühle mich bestätigt auf dem richtigen Weg zu sein und Taiji mit auf diesen Weg zu nehmen.

 

Zwei Dinge prägen mein Denken im Moment:

"Erlaubnis zum Sein!"
im Rahmen der Glaubensatzarbeit (NLP + TA).

und 

"Don´t be afraid of who you are!"
Chögyam Trungpa

 


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INTERNET PDF Drucken E-Mail
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 02-12-2008 08:03


DSL ist da!!! JUHUUUUUUUUUUUUUUUUU!!!!!LachendZunge rausCool
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Strategie PDF Drucken E-Mail
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 23. Oktober 2008 )
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 23-10-2008 13:58

Hier möchte ich mal wieder ein Lebenszeichen von mir gebenCool

 

In den letzten Wochen, hier in Wiesbaden, habe ich sehr viel gelernt. Unter anderem auch, und das ist akuteller Status, dass es darauf ankommt zu leben, Risiken einzugehen. Irgendwer hat mal geschrieben, dass das Leben ein Risiko ist. Ich bin, und dass wissen alle, die mich gut kennen, nicht perse ein risikofreudiger Mensch. Ich bewege mich sehr gerne innerhalb meiner Komfortzone, obwohl es durchaus zwei Tendenz in mir gibt. Es gibt durchaus auch einen experimentierfreudigen Gilbert, einen neugierigen sowieso. Oftmal begnüge ich mich aber mit dem Reinschnuppern und vertiefe nicht. Gestern habe ich bei Coelho "Brida"einen schönen Absatz gelesen, denn ich mal eben Zitieren möchte:

 

>>>

Sie war mit ihrem Vater am Strand gewesen, und er wollte, dass sie nachschaute, ob das Wasser warm genug zum Baden war. Sie war damlas fünf Jahre alt gewesen und glücklich, sich nützlich machen zu können. Sie war zum Wasser gegangen und hatte einen Fuß hineingestreckt. "Ich habe einen Fuß hineingestreckt, es ist kalt" hatte sie zu ihrem Vater gesagt.

Da hatte der Vater sie auf den Arm genommen und sie ohne Vorwarnung ins Wasser geworfen. Zuerst hatte sie einen Schreck bekommen, dann aber hatte sie großen Spaß gehabt. 

"Wie ist das Wasser?" hatte der Vater gefragt.

"Super", hatte sie geantwortet.

"Wenn du also in Zukunft etwas wissen möchtest, tauche ganz darin ein!" 

Brida hatte diese Lektion schnell wieder vergessen. Inzwischen war sie 21 Jahre alt und hatte sich für viele Dinge interessiert, diese aber immer genauso schnell aufgegeben, wie sie sich für sie begeistert hatte. Nicht aus Angst vor Schwierigkeiten, sondern aus Angst, sich für enen Weg entscheiden zu müssen. Einen Weg wählen, hieß andere Wege aufgeben. Brida hatte das ganze Leben vor sich und glaubte immer, später ihre jetzigen Entscheidungen zu bereuen. "Ich habe Angst, mich festzulegen", sagte sie sich. Sie wollte alle nur möglichen Wege gehen, aber am Ende ging sie keinen einzigen. <<<

 

Wiesbaden ist nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe! Der Start ist holprig, und das ist geschönt ausgedrückt. Aber der holprige Start erschließt mir neue Möglichkeiten. Die Stadt ist wunderschön. Durchaus ein Ort sich wohl zu fühlen.

Zeit für Taiji... ;)

 

Grüssle Gilbert

 

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Faites vos jeux! - UPDATE PDF Drucken E-Mail
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 10. September 2008 )
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 10-09-2008 09:28

Mittlerweile habe ich eine Wohnung in Wiesbaden gefunden. Gemütlich und sehr zentral gelegen! Diesbezüglich bin ich hoch zufrieden.

Gestern war ich das erste Mal nach der Sommerpause im Training. Das war ein echtes Trauerspiel. Weinen

Bei all der posititven Entwicklung war es schon bitter in die Gesichter zu blicken, als ich den Umzug bekannt gab.

War aber auch schön, weil ich viel mehr Akzeptanz und Zuneigung gefunden habe, als ich dachte. Lachend

 

Während der Woche ist es praktisch ausgeschlossen, dass ich ins Training komme. Aber am Wochenende kann man immer etwas vereinbaren. Und die Seminare in Karlsruhe sind Pflicht, soviel ist klar. Vielleicht bekommen wir ja auch das eine oder andere Wochendtraining mit Michael organisiert. Wah, jetzt gehts mir gar net gut. Gestern wurd mir der Abschied erstmal so richtig real und bewußt, schnief!

Kann nur eines sagen: War ne GEILE ZEIT! hier in Karlsruhe.

Karlsruhe rockt und

IHR

noch

viel

MEHR!

 

 

 

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Faites vos jeux! PDF Drucken E-Mail
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 31. August 2008 )
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 29-08-2008 08:29

"Make your bets"...

Zeit zur Veränderung:
Am Dienstag habe ich meinen neuen Arbeitsvertrag bekommen. Am 15.10 werde ich meine neue Stelle in Wiesbaden antreten.

Rien ne va plus.

Es gibt kein Zurück mehr. Ich suche bereits eine neue Wohnung und werde wohl Ende September umziehen. Inshallah!Ich bin sehr froh Ettlingen beruflich hinter mir zu lassen, und freue mich aus diesem Gesichtspunkt sehr auf die neue Stelle. Trotzdem bleibt auch ein mulmiges Gefühl im Magen. Schon sehr viel Neues auf einmal!

Beruflich ist es ein weiterer Schwenk in meinem Lebenslauf, wenn er auch gedanklich schon länger geplant ist, denn gleich nach der Trainings-/Coachingschiene liebäugle ich schon länger mit der Personaler-Branche. Wie ich mich dort schlagen werden, wird sich noch zeigen... Faites vos jeux! / Make your bets...

Euch, liebe Karlsruher, werde ich vermissen , vermisse ich schon heute! Weinen
Aber ich bin ja in Wiesbaden, und nicht aus der Welt!

Und Michael Schaaf, mein Trainer, wird schwer zu ersetzen sein.Unentschlossen

 

 

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Von Ruhe PDF Drucken E-Mail
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 11-08-2008 19:29

... es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie viele Welten es zu geben scheint. 10 Tage Sommercamp haben gereicht um eine gänzlich neue Welt aufzuzeigen. Ein Welt voller Ruhe, Hingebung und Menschen, die in ähnlichem Takt ticken, wie ich selbst. Für mich eine sehr kostbare Erfahrung und ein großer Ansporn. Ich ticke nämlich immer noch so, dass ich diese regelmäßigen Trainingsansporne benötige um am Ball zu bleiben. Ich brauche immer wieder solch anregenden Input. Diese Welt steht im krassen Kontrast zur Berufslaufbahn, zur "Karriere"! Und doch.... vielleicht ist der Kontrast gar nicht so groß?

 ... Ist Taijiquan mein Weg... Gerhard hat das in Frage gestellt, einfach, in dem er diese Frage in den Raum gestellt hat. 

Will ich kämpfen? Was ist mir wichtig? Wieviel bin ich bereit zu investieren? Was ist mir wichtig? (gerade auch außerhalb des Taiji)

Fragen, die mich zur Verzweifelung treiben...

Würde mich freuen von Euch Input zu bekommen!

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Armin Fabian PDF Drucken E-Mail
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 05-06-2008 09:52

Hatte am Wocheende das Vergnügen Armin Fabian endlich persönlich kennenzulernen. Auf dem zweitägigem Push-Handsseminar konnte ich viel lernen. Weniger Routinen, weniger offensichtliches - dafür aber tiefgreifendes zu den Taiji-Prinzipien.

Eigentlich waren es nur Nebenprodukte, die zufällig in seinem Push-Hands Unterricht angefallen sind, für mich im Effekt aber wichtiger, wie die Details beim Push-Hands.

Da ist zuerst die klare Differenzierung zwischen einer Bewegungsinititierung aus der Hüfte und der Initiierung aus dem Dantien bzw. der Taille. Er zeigte dies an zwei Vorübungen und übertrug diese Übungen dann auf das Reeling-Silk. Seither kann ich viel exakter die Bewegungen aus Dantien initiieren, ohne dabei Schultern zu verdrehen, oder die Bewegung in den Armen starten zu lassen (Arme starten und ziehen den Körper hinterher).  Insgesamt führt das für mich zu mehr Zentriertheit - sehr erfreulich. Cool

Außerdem legte er Wert auf die Haltung der Knie, dass diese nicht nach innen einbrechen. In dem Moment in dem ich versucht habe, die Knie aufrecht zu halten, ohne sie dabei nach außen zu drücken (was das andere Übel wäre), fanden meine Füße mehr Kontakt zum Boden und ich konnte deutlich satter stehen. Außerdem war das Durchfließen insgesamt leichter. Jetzt kann ich deutlich 3 Kontaktpunkte wahrnehmen, wenn ich mich auf meine Füße konzentriere. Die Ferse, an den Fußballen auf der Außenseite in der Nähe des kleinen Zehs und den dritten Punkt in der Nähe des großen Zehs. 

Zu guter Letzt gab es noch eine dritte Empfehlung von Armin, die mir dann Lambert nochmal verdeutlichte: Die Unterscheidung zwischen einem Aufrichten des Kopfes und einem Aufrichten aus dem Rücken. Ich tendiere dazu mich aus dem Rücken aufzurichten, wenn ich versuche den Kopf dem Prinzip gemäß "aufzuhängen". Das führt häufig dazu, das ich in eine leichte Rücklage gerate. Wenn das der Fall ist, dann ist kein Vernünftiges Ausrichten des Körpers mehr möglich, weil er sich überspannt.

Das ist genug Stoff für die Nächsten Monate. Klar ist, das sich auf jeden Fall auf das nächste Seminar von Armin gehen werden. 

 

 

 

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Echtes Taiji PDF Drucken E-Mail
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 27-05-2008 17:45

Seit neustem gehöre ich zum elitären Kreis der "Wuhun"-Abonenten, oder auf deutsch ausgedrückt: Der FAZ Leser unter den TaijiLern Zunge rausWinken

Dort habe ich in Heft 8 einen interessanten Artikel gelesen. Ein enthusiastischer Schüler beschreibt seinen Weg und den derzeitigen Status des Taiji, respektvoll und doch kritisch. Ihm ist die kämpferische Auseinandersetzung wichtig, ohne das er ein Schläger ist. Aber warum eine Kampfkunst ausüben, wenn man sie nicht einmal in abgesprochenem Rahmen anwenden kann? Über verschiedene Lehrer und Stile hinweg beobachtet er, dass es kaum Lehrer gibt, die auch nur im Ansatz an einen Chen Fake heranreichen, bzw. an dessen unglaubliche Fähigkeiten. Er stellt vielen Lehrer sogar ein großes Maß an Unverständnis der tieferen Methodik des Taijiquan aus und plädiert für eine schnörkellose von philosophischen Konzepten (zumindest auf der Anfängerstufe) befreiten Unterrichtsdidaktik.

Auch bei uns wird die Stehende Säule "vergöttert" und auch bei uns halten sich die LehrerInnen eher bedeckt, wenn es um kämpferische Anwendung geht. Damit die mir ist schon in manchem Punkt im Training aufgefallen, dass in den Punkten, wo die "Lehre" erhalten und lebendig ist, die Erklärungen bei uns exzellent sind und überall dort in das Nebulöse und Philosophische abdriftet, wo eigentlich die Übertragung verloren gegangen ist. 

Im Netz kursieren einige Berichte über Lehrer,  die ohne Betonung auf Zhang Zhuan zu beachtlichem Können gelangt sind, und deren Schüler ihnen, im Verhältnis, nicht nachstehen. Mir selbst ist die Anwendbarkeit unabhängig von einer realen Notlage ebenfalls imens wichtig, sonst könnte ich mich auch ganz dem Yoga oder sonst einer "Gesundheitsgymnastik" oder Mediationsform widmen.

In meinen Augen verschwendet jeder seine Zeit, der eine Kampfkunst praktiziert ohne auf deren Anwendbarkeit zu achten. 

Um es mit Chen Xiaowangs Worten zu sagen:

Ein Profibasketballer fragt CXW auf einem Seminar, ob sich Taijiquan postitiv auf sein Basketball auswirkt, ob er sein Spiel damit verbessern kann. Darauf antwortet CXW: "Sicher! Taijiquan hat viele Elemente, die Dein Basketball verbessern können. Wenn aber richtig gut im Basketball werden willst, dann übe Basketball!"

 

 

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Hellebarde PDF Drucken E-Mail
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 14. Mai 2008 )
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 14-05-2008 12:08

Am Wochenende hatte ich das Vergnügen wieder bei Herrmann Koffend Hellebarde zu lernen. Ich kann jetzt die ganze Form (äußerliche Bewegungen)! Jetzt muss die Routine gefestigt und an den Bildern geschliffen werden.

Das Seminar war sehr interessant und ich konnte für mein Taiji einen großen Nutzen daraus ziehen. Mein Problem mit der Hellebarde ist, dass sie sehr auf meine Wirbelsäule besonders die Lendenwirbel schlägt. Hermann betonte auf meine Frage die Bewegungen aus den Beinen heraus. Jedes Bild wurde darauf hin korrigiert, alle Kraft in den Beinen bzw. der Hüfte zu initiieren. Dieses spezielle Training konnte ich gestern in der Handform gut umsetzen und hatte großen Nutzen daraus. Die Bewegungen wurden erstens viel stimmiger, zweitens sehr viel kraftvoller und teilweise auch schneller - ohne dabei das Zentrum zu verlieren. Sicherlich ein Hinweis, dieses Training weiterhin fortzusetzen.


Das motiviert gerade ungemein, und ist ganz nebenbei saumäßig anstrengend. ;-)
In nächster Zeit werde ich mich sehr bewusst meiner schweren Hellebarde widmen. Jetzt wird mir langsam auch klar, für was die Waffen im Taiji heute gut sind. Sie vermitteln ein anderes Verständnis über die Mechanismen und Prinzipien des Taiji und beschleunigen so den Fortschritt.

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Schmerzen PDF Drucken E-Mail
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 07-05-2008 13:05


Zhang Zhuan

Wieder einmal ein Eintrag zum Thema Taiji-for-life.
Ich merke, dass das Aushalten von Zhang Zhuan , der mit dem Sinken verbundenen Schmerzen, mich emotional Stärker macht. So konnte ich diese Woche, zwar noch verhältnismäßig wackelig, aber dennoch vor wenigen Monaten noch fast undenkbar, durch eine für mich sehr schwere Situation hindurch, und habe sie „überstanden“.

Momentan gibt es, auch bei uns im Training, eine Diskussion über die Wichtigkeit von Schmerzen. Es scheint, dass an Schmerzen kein Weg vorbei geht, und je eher man den Schmerz als notwendig akzeptiert und einfach aushält, desto eher verliert er an Kraft. Das ist auch ein schulpsychologisch erfassbares Phenomän. Je mehr man sich gedanklich auf etwas konzentriert, desto eher tritt es ein. Wenn ich mich auf Schmerzen konzentriere, spüre ich Schmerzen intensiver. Konzentriere ich mich auf Krankheit, ist eine signifikante Gefahr, noch kranker zu werden.

Das ist Loslassen in einer anderen Dimension. Loslassen von Anhaften an den Schmerz.

Übertragen wir das auf Taiji und Kampf:
Ich habe schon öfter gespürt, dass ein Ausweichen, manchmal mehr schadet, als ein „im Raum stehen bleiben“. Sich dem Konflikt stellen soll nicht bedeuten aggressiv zu antworten, wohl aber konsequent.




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Veränderungen PDF Drucken E-Mail
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 1. Mai 2008 )
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 01-05-2008 12:02

Irgendwie hab ich dickere Waden bekommen! Wo kommen die den her, ich mach doch nur Taiji!? Winken

Das Training setzt in letzter Zeit deutlich an. Darauf ufmerksam hat mich meine  Freundin gemacht. 

Auch meine Beinmuskulatur, vor allem im Oberschenkel, hat ganz schön zugelegt. Weniger an großer Masse, aber doch an verschiedenen Stellen, und insgesamt einfach an Form.

Was lernen wir daraus? Taiji macht SEXY! Das ist auch das Credo für meine zukünftige Selbständigkeit. Kommt zu Gilbert! Mein Taiji macht euch sexy!  LachendCoolWinkenZunge raus

 

Momentan tut sich wieder einiges, das ist schön.

Bewußtsein, ist für mich im Moment das Wesentliche. Sich ganz bewußt dem Training widmen, mit voller Entschlossenheit und Achtsamkeit. Das macht das Training sehr ergiebig und anstrengend. Auch ganz bewußt den Schmerz ertragen, und sogar in den Schmerz hineingehen. (Das setzt voraus, dass man Schmerz, der aus Belastung heraus entsteht, von Schmerz der aus ÜBERlastung heraus entsteht, klar unterscheiden kann. Das eine ein Zeichen für Veränderung, und den richtigen Weg, das andere ein Zeichen für den falschen Weg.)

Im Moment versuche ich, und es gelingt immer besser, mehr in die Beine zu sinken. Gerade das letzte Training stellte für mich noch einmal eine deutliche Verbesserung dar. Ich konnte in der vorne viel mehr lösen, angefangen aus den Leisten kam ein befreiendes Gefühl, das sich bis in die Brust und Schultern hochzog und alles ohne Anstrengung lockerte und aufrichtete. So entspannend es im Oberkörper auch war, so sehr haben doch meine Beine geflucht. Es war unglaublich anstrengend.

Wenn ich mit dem Gefühl der geöffneten Hüfte/Kua laufe und so extrem in die Beine sinke, ist eine Form das höchste der Gefühle. Danach bin ich total platt. Sicher ist das einerseits so, dass mir einfach auch das Training im Moment noch fehlt, aber ich denke auch mit Training wäre spätestens nach der zweiten Form schluss.  Es ist einfach ein viel bewußteres Laufen, deswegen viel anstrengender.

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Snake Style PDF Drucken E-Mail
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 1. Mai 2008 )
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 01-05-2008 11:35

Gestern hatte ich das Glück, dank meines alten Lehrers Matthias Wimberg, Bob Boyd kennenzulernen. Gleichzeitig zwei seiner langjährigen Schüler  Erne und John. Zwei sehr smarte und überaus nette Taijiler. 

Das Seminar war mehr ein Schnupper-Vortrag von etwas über zwei Stunden, gewürzt mit ein paar interessanten Qigong / Taiji-Übungen. Erfreulich, dass es Bob so wenig ernst mit den Kurszeit nahm, und am Ende regelrecht enttäuscht war, dass er keine weitere Zeit mehr hatte uns etwas zu vermitteln.

Was mich gesteurt hat, war die ständige Gegenüberstellung der beiden Stile. Es ist ja nicht so, als ob es im "Tiger" Stil keine guten Taijiler gäbe. "Komischer Weise" gehen gute Taijiler aus allen Familien-Stilen vor, so "vereinfacht" diese auch sind.

Was mich gefreut hat, war die Offenheit, der amerikanisch kulturelle Flair  - openminded and outgoing, verbunden mit einem unspektakulärem, bodenständigem Selbstverständnis - weit jenseits von Starallüren.

Und der Stil?

Interessant genug im Oktober noch einmal auf ein Seminar zu gehen, diesmal einen ganzen Tag!

Für mich war klar, dass ich den einen oder anderen Benefit aus dem Training ziehen kann. Das war in den zwei Stunden für mich deutlich. Die Betonung auf die Wirbelsäule, die Auslegung des Klassikers "Brust einsinken, am Kopf wie aufgehängt... der Rücken strebt aufwärts..." Interessant waren die Ähnlichkeiten zwischen Lamberts Ansatz mit dem Brustbein, und dem von Bob Boyd!

Extremen Wert wurde auf die Haltung der Schultern gelegt, sehr einleuchtend, und genau an einem meiner Kernprobleme ansetzend. Da bleib ich dran. Aber das heißt nicht, dass ich in Zukunft Snake-Style laufe. Völlig ausgeschlossen.  Man stelle sich vor, die haben kein Hellebardentraining.... wie langweilig! WinkenZunge rausFuss im Mund
Kann doch meine englische Lady nicht vernachlässigen, niemalsnicht! 

 

 

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Coming back on track PDF Drucken E-Mail
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 27-04-2008 09:18

Ich denke das Tal ist durchschritten... langsam geht es mit dem Training wieder bergauf. Jetzt gilt es nur doch das "richtige" Maß zu finden, für mein Training - weder overdose noch lazy...

Die Schulter ist auch klar auf dem Weg der Besserung. Noch nicht auskuriert, aber dennoch schon ziemlich schmerzfrei. Taiji hilft, die Spannungen in der Wirbelsäule abzubauen und damit löst sich auch der Schmerz auf. Ich gehe davon aus, dass sich der Schmerz aus der grundsätzlichen Fehlhaltung herleitet, denn je aufgerichteter ich stehe/sitze, desto besser geht es automatisch meiner Schulter.

Die Tage muss ich an Frank Marquardts Worte denken, bei meinem ersten Aufenthalt im Tempelpark (sinngemäß): Gutes Taiji führt immer durch Schmerzen. Nicht weil Taiji perse eine sadistische Kunst ist, sondern weil Taiji Haltung verändert und Blockaden löst. Die neue und gesunde Haltung kann für den Körper schmerzhaft sein, bis er die Blockaden durchbrochen hat, und genug Kraftreserven (an den richtigen Stellen und im notwendigen Maß) aufgebaut hat.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass dieses Schulterproblem so eine Blockade ist. Es wäre auch nicht das erste Mal, dass die Schulter so schmerzt. Ich hatte schon einmal Problem mit der Schulter, damals bei Bernhard durch das Stehen im Yangstil. Spannend, wie so etwas vom Weg wegführt. Es ist so verlockend aufzuhören... 

So, genug gelabert, schreiten wir zur Tat. Jetzt geh ich erstmal raus in diesen wunderbaren Tag und werde sehr bewußt und vorsichtig trainieren. Die Hellebarde kommt mit und wird noch viel vorsichtiger und bewußter trainiert. Allerdings werd ich Hellebarde erst zum Schluss trainieren, nach der Form. Ich glaube, dass das auch einer der Fehler war - mit dem Schwersten zuerst zu beginnen. Manchmal ist der Ehrgeiz aus Wettkampfzeiten einfach stärker als die Vernunft.

Und TSCHÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜSSSS viel Spass beim Training an Euch alle!

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Rücken und Sinken PDF Drucken E-Mail
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 20. April 2008 )
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 19-04-2008 22:26

Rücken:

Irgendwie habe ich mir recht böse den Rücken verknackst. Die Hellebarde stand ca. 6 Wochen in der Ecke, als ich am vorletzten Wochenende zwei Tage am Stück damit trainierte fing am Sonntagmorgen der Rücken an zu streiken... Wahrscheinlich hab ich das Training etwas zu steil angegangen.  

Der Witz dabei:

Ich hab mich ne Woche damit rumgequält und dachte, dass es von ganz alleine verschwindet. Dem war aber nicht so, also habe ich mir gedacht, gehste mal zum Arzt! Kaum war ich im Wartezimmer, war der Schmerz weg... Die Ärztin fummelt an mir rum und denkt ich will nur einen Freischein... War ganz BAFF als ich sagte, den kann sie sich sonst wo...

Sigh...

Jetzt muss ich am Montag nochmal zu nem anderen Arzt und lass mir gleich Physiotherapie verschreiben, der Michael (mein Taijilehrer ist auch Physiotherapeut) wird es schon richten!

Momentan schlaf ich auch sehr schlecht, weil die Matratze meinem maltretierten Rücken den Rest gibt! Ich überlege derzeit mir eine weichere Matratze zuzulegen... sigh... will gar net wissen, was das wieder kostet. Aber so gehts jedenfalls nicht weiter, mein Rücken ist echt genervt und ich erst recht!

 

Sinken:

Kommen wir mal zum Positiven! Obwohl ich so wenig trainiere, finde ich, dass ich im Moment stetig voran komme. Wenn ich trainiere, trainiere ich viel härter und zäher. Es kommt einfach pro Training mehr dabei rum!

Momentan komme ich sehr gut durch die Hüften und schaffe es immer wieder auch im Alltag beim gehen die Hüften zu öffnen und in die Beine zu sinken. Das Formlaufen ist deswegen momentan eine Qual, weil es durch das tiefere innere Sinken andere Muskulaturschichten belastet. 

Beim Stehen komme ich jetzt von ganz alleine in die Beine und seit kurzem sogar in die Füße. Am letzten Dienstag schmerzten zum ersten Mal die Waden, weil ich so viel Gewicht in die Beine sinken lassen konnte, durch Hüfte und sogar durch die Knie, so dass die Waden mal richtig was zu tun bekamen. Nach der Korrektur von Michael konnte ich dann auch die Fußgelenke öffnen. Immer alles nicht komplett, schon klar, aber es war deutlich zu spüren, dass sich die genannten Bereich zumindest ein Stück weit öffnen. Das war schon ein sehr cooles Gefühl. Ich stand ungemein fest. Außerdem ließ nach der Justierung von Michael der Schmerz in der Wirbelsäule/Schulter deutlich nach!

 

 

 

 

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Kraft und Atem PDF Drucken E-Mail
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 5. April 2008 )
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 05-04-2008 10:53

Durch das Yoga, das ich ab und an praktiziere, wird mir die Bedeutung des Atems immer bewußter. Zur Zeit experimentiere ich mit meinem Atem beim Taiji, immer mal wieder, vor allem in der stehenden Säule. Was mir auffällt ist, dass eine korrekte Atmung die Körperhaltung sehr stark beeinflußt. Meine Wirbelsäule richtet sich quasi mit dem Atem auf. Schwierig, momentan unmöglich, ist diese Atmung unter Belastung beizubehalten. Unter Belastung verkrampfe ich extrem im ganzen Körper und ganz klar die Atmung mit. 

Auch wenn es von vielen Seiten die Empfehlung gibt, nicht mit dem Atem zu experimentieren, ihn nicht in der Form bewußt zu manipulieren, bin ich gerade dabei es zu tun. Weniger in der Form, das ist mir noch viel zu stressig, aber wohl beim Seidenfadenüben und beim Zhan Zhuang, vor allem bei letzterem ganz bewußt.

Die Atemtechniken sind eigentlich ein extrem wichtiger Teil im Taiji. In allen Chen Überlieferungen wird klar gesagt, das Tuina (Atemübungen) mit in das Taiji einfließen. Wo sind die hin?

Meine wagemutige Behauptung ist: Sie sind in der Masse verlorengegangen! Denn Methoden die in Breite noch vorhanden sind, werden auch geübt. Und ich  bemerke die Tendenz, dass, wenn eine Methode nicht mehr klar verstanden wird, sie weggelassen und teilweise gar negiert wird. Was aus systemischer Sicht sogar einen gewissen Sinn macht, weil man die Intigrität des Systems wahrt. 

Ich denke es sind einfach die Lehrmethoden und Feinheiten verloren gegangen. Um so mehr ist Yoga eine interessante Ergänzung, als dort die Atemtechniken noch zentraler und tief fundierter Bestandteil des Trainings sind. 

 

Edit:

Zum Aufrichten der Wirbelsäule. Im Yoga gibt es auch eine Bauchatmung, aber die wird nicht komplett aus dem Bauch geführt, sondern aus dem Bauch und in die Brust. Irgendwo nur mal rein in den Raum reingeschmissen, so 80% Bauch und 20% Brust. Das Atmen in die Brust verhindert bei mir dann ein einsinken der Brust und richtet den Oberkörper zusätzlich auf. Die tiefe Bauchatmung löst gleichzeitig die Hüfte und vor allem die Muskulatur die das Steißbein oben hält. Die untere Wirbelsäule streckt sich ganz harmonisch von alleine. Sehr interessanter Effekt. Bruce Kumar Franzis nutzt ja eine  ganz ähnliche Atmung... Mit dieser Atemtechnik habe ich auch schon gespielt und fand es ebenso sehr ergebnisreich. 

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Worklifebalance PDF Drucken E-Mail
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 30-03-2008 13:53

Ein guter Arbeitskollege hat mich auf ein englisches Modewort aufmerksam gemacht: Worklifebalance. Im wesentlichen dreht sich mein Leben gerade darum. Das finden einer Balance. Einer Balance zwischen gelingender Partnerschaft, Erfolg im Beruf und Erfüllung im Taiji. Alles andere als leicht, aber wem sag ich das? Da kämpfen wir doch alle drum, oder?

Momentan bin ich gerade auf dem Weg zurück, in ein geregeltes Training. Das fällt mir sehr schwer, denn meine natürliche Faulheit ist durchaus stark ausgeprägt...Verlegen

Auch ist es ein finden von Balance zwischen zuviel und zuwenig, zwischen Kontinuität und Leidenschaft. Für mich zeichnet sich eben ab, dass ich generell dazu tendiere zuviel zu trainieren, dass mein Feuer heißer brennt, als es für mich gesund ist, und ich dann immer wieder pausieren muss, um abzukühlen, um mich neu auszurichten. Dabei immer pendelnd zwischen Bequemlichkeit, Leidenschaft und Anspruch.

Im Taiji selbst ist es so, dass ich, da ich weniger Trainiere, Probleme mit der Kraft habe. Sprich: Alles wird gerade anstrengender, als vor 3 Monaten. Trotzdem ist Entwicklung vorhanden. Ich spüre wie ich mehr und mehr sinken kann. Gerade in die Hüften, oder besser durch die Hüften, wie immer mehr tatsächlich in die Beine geht und dann in die Füße. Bei der letzten Korrektur von Michael war das echt eine schöne kleine Erleuchtung, als die Füße anfingen zu kribbeln. Ich wußte, dass ich jetzt mit dem Gewicht unten angekommen bin, viel stärker als es sonst der Fall war. Da will ich natürlich wieder hin!!!  Ich war tatsächlich durch meine Knie durchgesunken! Das Problem waren die Schmerzen. Das ganze war so extrem anstrengend, das war weniger schön. Obwohl durch das gute Gesunkensein meine Gewichtsverteilung für mein Niveau ideal war, war es doch sehr schwer die Kräfte zu halten. Die Beine haben 2 Tage lang weh getan... billiger, fieser Muskelkater...

Auch immer noch aktuell ist das Verschieben das Gewichts mehr über den Fuß, und weniger darüber hinaus. Ein Fehler, der sich vom Anfang eingeschlichen hat. Sehr schwer auszubügeln, und wenn ich darauf achte, dann komme ich mir teilweise so ungelenk vor, als wäre ich gerade in der ersten Stunde Taiji.... Unentschlossen

 

 

 

 

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Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 22-03-2008 02:24

Ja, die liebe Arbeit. Frißt mich gerade auf, irgendwie. Erfordert in doppelter Hinsicht viel Kraft.

1. Der Anspruch ist sehr hoch. Mein eigener, und der meines Vorgesetzten.

2. Die Arbeitsbedingungen sind sehr schlecht...

Für mich ist hier noch einmal mehr klar geworden, das die Trainerbranche genau mein Ding ist, und so ist auch das Feedback. Das bestärkt mich auch in meinen Bemühungen Taiji-Trainer zu werden. Ich habe nach wie vor ein starkes Sendebedürfnis und einen ausgeprägten Helferkomplex *G*.

Es macht mir einfach unglaublich Spass dazu beizutragen, dass andere Menschen wachsen. Ich finde wenig befriedigenderes. 

Zusammen: Sehr kräftezehrend Stirnrunzeln

 

Zur Zeit, dass muss ich mir wohl eingestehen, bin ich total aus dem Training raus. 1-2 mal Training die Woche, mehr ist gerade nicht. Das ist einerseits einfach Erschöpfung und anderseits auch Bequemlichkeit. Es ist immer schwer aus dieser Bequemlichkeit wieder auszubrechen und in einen  guten Rhythmus zurückzukommen. 

Momentan merke ich einfach, dass zu viel Taiji auch ein Stück weit Realitäts-Flucht ist, in meinem speziellen Fall. Obgleich es sehr gut tut, und andere Bereiche befruchtet.

Dazu kommt die Tatsache, das es mir schwer fällt den Fokus auf mehrere Dinge zu richten. Ich vernachlässige dann leicht andere Dinge. Also wenn ich mich gerade in die Arbeit reinsteigere, dann fällt es mir schwer, das Taijitraining aufrecht zu erhalten, ganz unabhängig von Zeitproblemen, und umgekehrt ist es mit dem Taijitraining so, dass wenn ich hier voll drin bin, es mir schwer fällt im Beruf durchzustarten. Zu guter letzt kommt dann noch die Beziehung dazu und das emotionale Chaos ist perfekt. 

Momentan fließt eben meine Hauptkraft in den Beruf und der Rest in die Beziehung, da bleibt einfach sehr wenig für Taiji über, an Zeit und an Kraft. Ironischer Weise ist es aber so, dass je mehr ich das Taiji vernachlässige, desto weniger belastbar, ausgeglichen und zufrieden bin ich. Was sich natürlich auf alle anderen Bereiche auswirkt...

 

Yoga:
Hier tut sich was interessantes auf. Georg, sicher hast Du recht, das es auch gutes Qigong gibt, aber ich finde das Yoga sich ganz hervorragend mit dem Taiji ergänzt und dem ganz und gar nicht im Wege steht. Ich habe jetzt noch nicht genug Yoga gemacht um mir wirklich eine tiefergehende Meinung zu bilden, aber es ist wirklich interessant. Am spannendsten war das Kundalini-Training am Montag dieser Woche, das war extrem Anstrengend und hat in mir einiges Bewegt. Zufälliger Weise wurde an dem Abend eine Krieger-Übungsfolge  trainiert. Das war natürlich sehr spannend. Spannend ist auch das Experiment Übereinstimmungen und Differenzen kennenzulernen. Eines ist klar, es ähnelt sich vieles. Und ich denke, das das Taiji, über große Umwege, sich viel dem Yoga entliehen hat - zumindest aber, dass sich einige grundlegende Ansätze absolut überschneiden, zwischen den beiden Systemen. Das wundert nicht, hat doch die indische Kultur sehr starken Einfluß auf die chinesische gehabt! (z.b. Buddhismus und  Kampfkunst)

Ich denke ich werde hier mal noch ein paar Trainings machen, und dann entscheiden, was es mir bringt. Im Moment sieht es aber nach einer Ergänzung meines Trainings aus. 

 

 

 

 

   

 

 

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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 24. Februar 2008 )
 

Geschrieben von Gilbert Plugowski, am 24-02-2008 14:01

Die letzten 2-3 Wochen komme ich leider gar nicht mehr zum Taiji. Zumindest nicht so, wie ich es gerne hätte. Erstens hat sich in meine Beziehungsstatus wieder geändert Lachend   und zweitens ist es beruflich gerade so stressig, dass kaum Zeit für Training bleibt. Zufriedenstellend ist das ganz und gar nicht, aber ab und an haben andere Dinge einfach mehr Priorität, selbst gegenüber dem Taiji. So ist es halt, wenn man im Leben steht und sich nicht ganz und gar dem Taiji widmet... ständig funkt einem was dazwischen... Winken

Isch komme wieder, keine Frage!

 

Im Taiji hab ich gemerkt, dass ich viel  zu steif bin und trotz der Tatsache, dass Taiji ein ganzheitliches System ist, werde ich etwas Yoga in mein Training integrieren bzw. es die Tage antesten. Ich merke einfach in den Ständen, das es mir an Beweglichkeit fehlt.

Trotzdem waren die letzten Wochen nicht ergebnislos. Für mich hat sich gezeigt, das ich vorwiegend in die Knie sinke, anstatt in die Hüften und darüber dann in die kompletten Beine bzw. den Boden.  Daher steht alles im Taiji gerade auf dem Punkt "in die Hüften sinken" und auf einer Entlastung der Knie, die deutlich "über die Füße hinaus" stehen.  Das ist so eine "Krankheit" die sich von Anfang an eingeschleift hat und die jetzt restlos ausgemerzt werden wird.  Das heißt: Zurück an Start, ziehe keine 4000 Euro ein.... Das Formenlaufen fühlt sich mit der Achtsamkeit auf diesen Faktor extrem wackelig und kantig an...

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