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Gestern hatte ich das Glück, dank meines alten Lehrers Matthias Wimberg, Bob Boyd kennenzulernen. Gleichzeitig zwei seiner langjährigen Schüler Erne und John. Zwei sehr smarte und überaus nette Taijiler.
Das Seminar war mehr ein Schnupper-Vortrag von etwas über zwei Stunden, gewürzt mit ein paar interessanten Qigong / Taiji-Übungen. Erfreulich, dass es Bob so wenig ernst mit den Kurszeit nahm, und am Ende regelrecht enttäuscht war, dass er keine weitere Zeit mehr hatte uns etwas zu vermitteln.
Was mich gesteurt hat, war die ständige Gegenüberstellung der beiden Stile. Es ist ja nicht so, als ob es im "Tiger" Stil keine guten Taijiler gäbe. "Komischer Weise" gehen gute Taijiler aus allen Familien-Stilen vor, so "vereinfacht" diese auch sind.
Was mich gefreut hat, war die Offenheit, der amerikanisch kulturelle Flair - openminded and outgoing, verbunden mit einem unspektakulärem, bodenständigem Selbstverständnis - weit jenseits von Starallüren.
Und der Stil?
Interessant genug im Oktober noch einmal auf ein Seminar zu gehen, diesmal einen ganzen Tag!
Für mich war klar, dass ich den einen oder anderen Benefit aus dem Training ziehen kann. Das war in den zwei Stunden für mich deutlich. Die Betonung auf die Wirbelsäule, die Auslegung des Klassikers "Brust einsinken, am Kopf wie aufgehängt... der Rücken strebt aufwärts..." Interessant waren die Ähnlichkeiten zwischen Lamberts Ansatz mit dem Brustbein, und dem von Bob Boyd!
Extremen Wert wurde auf die Haltung der Schultern gelegt, sehr einleuchtend, und genau an einem meiner Kernprobleme ansetzend. Da bleib ich dran. Aber das heißt nicht, dass ich in Zukunft Snake-Style laufe. Völlig ausgeschlossen. Man stelle sich vor, die haben kein Hellebardentraining.... wie langweilig!   
Kann doch meine englische Lady nicht vernachlässigen, niemalsnicht!
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