In den letzten Monaten passiert es ja nicht oft, dass ich schreibe.
Heute wird es wohl ein wenig mehr. Zum Ausgleich.
Es ist geradezu perphide paradox, dass ich das, was mir gut tut, nicht tun darf.
Und zwar genau dann nicht, wenn ich es am Meisten brauche!
Grausam, welche Mechanismen ich in meinem Leben angehäuft habe. In den letzten 10 Monaten hätte ich hunderte Stunden Taiji trainieren können. Tatsächlich waren es nur 20- 30 Stunden, die ich effektiv alleine trainiert habe.
Ich habe es mir nicht erlaubt.
Weil solange ich mein Leben nicht im Griff habe, darf ich auch keinen Spass daran haben. Und damit das stimmt, darf ich natürlich auf keinen Fall etwas tun, dass dazu führt, dass ich mein Leben in den Griff kriege.
Somit darf ich sein. Somit habe ich die Existenzberechtigung.
Existiere nicht! Sei nicht du selbst! Das sind die Botschaften, die Programme, die im Hintergrund laufen... Viel Tiefer geht es nicht mehr.... deshalb sind sie auch so schwer zu lösen.
Heute konnte ich einen weiteren Schritt tun, diesen Glaubenssatz zu brechen. Danke Dir Jürgen, dass Du mich dabei begleitet hast.
Ich darf nicht dort sein, wo es mir gut geht, ich darf nicht das tun, was mir gut tut und ich darf nicht sein, der ich bin oder sein will...
Warum eigentlich nicht, haben sich manche wohl schon in den ersten 2-3 Zeilen gefragt? Wer sagt das eigentlich?
Das ist die entscheidende Frage!
Und was passiert, wenn ich es doch tue?
Vor was habe ich Angst?
Vor was will ich mich beschützen?
Was will ich erhalten und was verhindern?
Glaubenssätze bauen nicht auf der Logik und schon gar nicht auf der Realität auf. Sie bauen auf Vorstellungen, Erwartungen und Vermutungen auf. Auf unüberprüften, nicht in frage gestellten Entscheidungen aus der Vergangenheit. Das gibt Ihnen die Macht...
Im stillen danke ich vor allem Silvia und Peter.Danke!
Dankbarkeit ist für mich der Kern, der übrig bleibt, wenn Entwicklung gelingt. Dankbarkeit denen gegenüber, die einen dabei begleitet und angeleitet haben. Dankbarkeit dem Leben gegenüber, eine weitere Chance zur Entfaltung bekommen zuhaben. Dankbarkeit darüber, es geschafft zu haben. Dankbar, es weiter geben zu dürfen. Dankbarkeit zu sein.
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