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Ein guter Arbeitskollege hat mich auf ein englisches Modewort aufmerksam gemacht: Worklifebalance. Im wesentlichen dreht sich mein Leben gerade darum. Das finden einer Balance. Einer Balance zwischen gelingender Partnerschaft, Erfolg im Beruf und Erfüllung im Taiji. Alles andere als leicht, aber wem sag ich das? Da kämpfen wir doch alle drum, oder?
Momentan bin ich gerade auf dem Weg zurück, in ein geregeltes Training. Das fällt mir sehr schwer, denn meine natürliche Faulheit ist durchaus stark ausgeprägt...
Auch ist es ein finden von Balance zwischen zuviel und zuwenig, zwischen Kontinuität und Leidenschaft. Für mich zeichnet sich eben ab, dass ich generell dazu tendiere zuviel zu trainieren, dass mein Feuer heißer brennt, als es für mich gesund ist, und ich dann immer wieder pausieren muss, um abzukühlen, um mich neu auszurichten. Dabei immer pendelnd zwischen Bequemlichkeit, Leidenschaft und Anspruch.
Im Taiji selbst ist es so, dass ich, da ich weniger Trainiere, Probleme mit der Kraft habe. Sprich: Alles wird gerade anstrengender, als vor 3 Monaten. Trotzdem ist Entwicklung vorhanden. Ich spüre wie ich mehr und mehr sinken kann. Gerade in die Hüften, oder besser durch die Hüften, wie immer mehr tatsächlich in die Beine geht und dann in die Füße. Bei der letzten Korrektur von Michael war das echt eine schöne kleine Erleuchtung, als die Füße anfingen zu kribbeln. Ich wußte, dass ich jetzt mit dem Gewicht unten angekommen bin, viel stärker als es sonst der Fall war. Da will ich natürlich wieder hin!!! Ich war tatsächlich durch meine Knie durchgesunken! Das Problem waren die Schmerzen. Das ganze war so extrem anstrengend, das war weniger schön. Obwohl durch das gute Gesunkensein meine Gewichtsverteilung für mein Niveau ideal war, war es doch sehr schwer die Kräfte zu halten. Die Beine haben 2 Tage lang weh getan... billiger, fieser Muskelkater...
Auch immer noch aktuell ist das Verschieben das Gewichts mehr über den Fuß, und weniger darüber hinaus. Ein Fehler, der sich vom Anfang eingeschlichen hat. Sehr schwer auszubügeln, und wenn ich darauf achte, dann komme ich mir teilweise so ungelenk vor, als wäre ich gerade in der ersten Stunde Taiji....
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